DRUCKGRAFIK: Radierung > Verfahren
Ein Druckverfahren, dass schon über 500 Jahre lebt
Das Prinzip Um eine Radierung zu kreieren, wird auf einer Metallplatte ein säurefester, wachsbasierter Ätzgrund aufgetragen. Mit einer Radiernadel zeichnet man seitenverkehrt auf die Platte, indem in den Ätzgrund geritzt wird. Nachdem die Rückseite mit säurefesten Medium bedeckt ist, wird die Platte in ein Säurebad getaucht. Die Säure ätzt das Metall an den Stellen, die von der Radiernadel freigelegt wurden; je länger die Platte der Säure ausgesetzt wird, um so tiefer werden die Linien eingeätzt, und um so deutlicher treten sie später beim Druck hervor. Sie wird oft mit anderen Verfahren, vor allem dem Kaltnadel, Kupferstich oder Aquatinta, kombiniert.
Nachdem auf der Platte strenge Farbe aufgetragen ist (welche ordentlich abgewischt werden muss) wird das Bild auf der Walzendruckpresse auf vorgefeuchtetem Papier gedruckt.
Die Bezeichnung Radierung kommt aus dem lateinischen "radere", und bedeutet: kratzen, schaben und ist ein aus dem Kupferstich entwickeltes, der Strichätzung sehr ähnliches Tiefdruckverfahren. Der Begriff Radierung wird heute als Sammelbezeichnung für Tiefdruckverfahren verwendet, bei denen von Platten aus Kupfer, Zink oder Aluminium gedruckt wird, oder von hartem Kunststoff: Acryl, PVC oder sogar Glas. Von allen druckgrafischen Techniken ist die Radierung die am häufigsten angewandte, da den technischen Möglichkeiten und Kombinationen bei der Material- und Werkzeugwahl kaum Grenzen gesetzt sind.
Weitere Informationen von:
Viqar Ali
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